Therapieren mit Liposomen und Exosomen?! Was ist das denn?

Es gibt neue, innovative Therapiekonzepte, die darauf beruhen, dass Wirkstoffe, altbekannte aber auch ganz neue, besser in den Körper und seine Zellen gelangen können. Ihre Wirkung kann dann deutlich stärker sein als sonst und damit eine Therapie erfolgreicher und manchmal auch gezielter eingesetzt werden. Die neuen Konzepte heißen Liposomen und Exosomen. Was es damit genau auf sich hat, davon berichtet dieser Beitrag.

Liposomen – Alles eine Frage der Verpackung

Werden Wirkstoffe als Kapsel, Tablette oder auch als Saft eingenommen, dann gelangen sie zuerst in den Verdauungstrakt. Dort entscheidet sich, wie viel vom Wirkstoff wirklich in den Körper kommen wird. Es gibt bestimmte Wirkstoffe, die über den Verdauungstrakt leider nur sehr schlecht aufgenommen werden können. Wichtige Beispiele für solche Wirkstoffe sind das häufig eingenommene und auch viel therapeutisch genutzte Vitamin C, die Wirkstoffe der Tausendsassa-Heilpflanze Curcuma (Curcumin) und auch das oft fehlende, entgiftende Glutathion (abgekürzt: GSH): Für Vitamin C gibt es z. B. nur eine begrenzte Anzahl Transportmoleküle im Verdauungstrakt. Sie sind schnell alle besetzt. Ist von dem Vitamin in der Nahrung, geht das alles ungenutzt durch den Darm und ist für den Körper verloren. Etwas anders ist es beim Curcumin. Es ist ein fettiger Stoff, der sowieso nur mit fetthaltiger Nahrung aufgenommen werden kann. Doch auch dann bleiben die im Körper ankommenden Mengen unterhalb der therapeutisch benötigten Mengen. GSH hat dagegen ein anderes Problem. Es ist aus Aminosäuren aufgebaut, wie die Eiweiße in der Nahrung. Und genau das ist das Problem: GSH wird im Verdauungstrakt verdaut statt als Ganzes aufgenommen zu werden. Die Aminosäuren werden voneinander getrennt, die Wirkung des GSH ist verloren. Die Aminosäuren können sich zwar in gewissem Maße in den Zellen wiederfinden und erneut GSH bilden, aber das müssen die Zellen erst einmal vollbringen, bis dahin steht dem Körper das eingenommene GSH nicht zur Verfügung.

In allen drei Fällen sind Liposomen die Lösung: Liposomen sind aus natürlichem Material (genauer v. a. Phosphatidylcholin = PC) im Labor hergestellte klitzekleine, fettige Bläschen. In diese Liposomen-Bläschen werden die gewünschten Wirkstoffe, wie z. B. Vitamin C, Curcumin oder GSH, eingeschlossen. Die Hülle dieser fettigen Bläschen ist dem Aufbau der Hülle um lebendige Zellen nachempfunden, den sogenannten Zellmembranen. Solche Membranen haben immer die Eigenschaft, gern miteinander zu verschmelzen. Trifft also ein Liposom auf eine Zellmembran, klebt es zuerst daran fest dann öffnen sich beide an der Kontaktstelle und das Liposom geht in die membran ein und was in seinem Inneren war, gelangt durch diese Verschmelzung nach innen in die Zelle. Nimmt man nun Liposomen ein (meist sind sie flüssige Produkte) kommen sie also mit der Nahrung im Verdauungstrakt an. Dort werden sie aber nicht verdaut oder geöffnet, das heißt, die eingeschlossenen Wirkstoffe sind vor der Verdauung geschützt (besonders wichtig bei GSH, s. o.). Auch können die Wirkstoffe nicht an die Rezeptoren (wie bei Vitamin C s. o.) binden, denn sie sitzen ja geschützt in den Fettbläschen. Stattdessen verschmelzen die Hüllen mit den Zellen des Verdauungstraktes, wenn sie auf sie treffen – und schon öffnen sich die Bläschen und die Wirkstoffe gelangen in hoher Dosierung direkt in den Körper!

Liposomen – Material, Matruschka oder Navi

Die Hersteller von Liposomen können die kleinen Bläschen gezielt mit vielen verschiedenen Eigenschaften ausstatten. So können z. B. Liposomen v. a. aus PC hergestellt sein oder auch andere Materialien aus natürlichen Zellmembranen beeinhalten (z. B. Phosphatidylserin = PS, o. a.). Auf jeden Fall sind sie damit auch selbst ein Wirkstoff, nicht nur die Stoffe, die in ihr Inneres eingearbeitet werden. Denn Liposomen bringen bei der Verschmelzung mit der Zelle neues Material ein, das von der Zelle gern mit in ihre Membranen eingebaut wird. Der Vorteil ist, dass das ein Neusortieren und so einen Umbau der Membranen herausfordert, denn die Zelle passt darauf auf, dass ihre Membranen bestimmte Zusammensetzungen haben. Bei einem solchen Umbau werden dann Stoffe frei, die in der Membran aus irgendeinem Grund steckengeblieben sind, dort aber nicht hingehören (z. B. Giftstoffe, Schwermetalle u. a.). So kann man also sagen, dass Liposomen den Körper dazu anregen, eingelagerte und störende Substanzen aus seinen Membranen zu entfernen. Genauer: Liposomen regen die Entgiftung des Körpers an!

Darüber hinaus können Liposomen nicht nur selbst ein Bläschen sein, sie können auch noch kleinere Bläschen in sich tragen, wie die russische Matruschka-Puppe. Verschmilzt dann ihre äußere Hülle mit einer Zellmembran, wandern die kleinen ehemals inneren Liposomen unverändert in die Zelle hinein und darin weiter, bis sie auf eine weitere innere Membran der Zelle treffen, mit der sie verschmelzen. So können die Wirkstoffe der Liposomen auch noch direkt Organellen in einer Zelle erreichen!

Und noch gezielter wird es, wenn die Hersteller den Liposomen kleine Signale in ihre Hülle einbauen, die im Körper dazu führen, dass das Liposom z. B. nur mit Zellen eines bestimmten Organes verschmelzen. Auf diese Weise können z. B. schlecht verträgliche Medikamente genau dorthin gebracht werden, wo sie gebraucht werden, daher in viel geringeren Dosierungen verabreicht werden und erzeugen so weniger Nebenwirkungen.

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Exosomen – Es kommt auf die inneren Werte an

Exosomen sind – ähnlich wie Liposomen – kleine fettige Bläschen aus Membranen (mit v. a. viel PC). Sie haben jedoch nicht nur Ähnlichkeit mit Membranen von Zellen, sie entstehen direkt in Zellen und bestehen daher aus natürlichen Membranen. Viele Zellen des Körpers haben die Eigenschaft, in sich selbst solche kleinen, fettigen Bläschen zu produzieren. Sie geben sie später nach außen an ihre benachbarten Zellen ab. Auf diese Weise kommunizieren die Zellen miteinander – eine biochemische Sprache, könnte man sagen. Denn die Exosomen der Zellen sind nicht leer, sie enthalten im Gegenteil sogar enorm viele natürliche Substanzen, die die Zelle gezielt in sie hineingepackt hat. So sind darin z. B. natürliche Wachstumsfaktoren zu finden, Signalstoffe, die das Wachstum von Zellen oder auch die Zellteilung anregen. Solche Signale sind z. B. dann besonders wichtig, wenn ein Gewebe verletzt wurde, wie bei einem Schnitt in die Haut, oder wenn ein Organ geschädigt wurde, wie z. B. die Leber bei starken Vergiftungen. Exosomen sind also sehr bedeutsam für die Heilung von geschädigten Geweben.

Inzwischen kann man Zellen, die Exosomen bilden, im Labor heranzüchten und ihre Exosomen ‚ernten‘. Und jeder kann sich vorstellen, dass solche Exosomen, weil sie ja mit andern Zellen fusionieren können, sehr gut geeignet sich, um z. B. nach Operationen oder Verletzungen die Heilung anzukurbeln. Tatsächlich heilen Wunden, die mit geeigneten Exosomen behandelt wurden, schneller, besser und mit viel weniger Narbenbildung ab. Natürlich ist das besonders bei großen Wunden interessant. Oder auch bei Verletzungen im Gesicht, denn da will niemand Narben haben. Ganz klar – v. a. Schönheitschirugen und ihre KundInnen sind von den Wirkungen angetan – ein ganz heißer Tipp!

Exosomen – die natürlichen Regulatoren der Heilung

Doch die schnelle und schöne Heilung der Haut ist nicht das einzige, was Exosomen unterstützen und fördern können. Sie können viel, viel mehr! Abhängig davon, was genau in ihnen steckt – und das hängt natürlich von den Zellen ab, von denen sie geerntet werden. Sie können dann z. B. gezielt die Knochenheilung anregen, geschädigte und schmerzende Gelenke in der Heilung unterstützen, Nieren, Leber, Lunge, Augen. Nerven und Herz wieder stark machen nach Schäden, z. B. bei Folgeschäden von Diabetikern an den Augen, den Nieren oder dem Herzen. Letzteres kann aber auch nach einem Herzinfarkt sehr von einer Behandlung mit Exosomen profitieren. Auch Nerven können angeregt werden, wieder zu wachsen und sich mit benachbarten Nerven zu verbinden. Und nicht zuletzt das Immunsystem kann positiv beeinflusst werden durch Exosomen und überschießende Reaktionen bremsen, wie sie bei Allergien, chronischen Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen vorkommen. Auch bei Infektionen mit Bakterien oder Viren können Exosomen erstaunliche Unterstützung bieten. Der Einsatz von Exosomen ist in der Praxis bisher noch nicht weit verbreitet – aber die Chancen, die in diesen kleinen, natürlichen Bläschen stecken, sind immens und beeindruckend. Sie machen Therapien von Erkrankungen möglich, die die Medizin bisher vor große Probleme stellte.

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Exosomen und Liposomen – das geniale Duo

Die therapeutische Kombination der beiden Bläschenarten ist ideal: Die Exosomen regen Wachstum und Heilung an, die Liposomen liefern Zellmaterial und wichtige Stoffe dafür. Die Erfahrung zeigt, dass es gut aufeinander abgestimmte Partner sind, die Hand in Hand arbeiten und Therapien erfolgreicher und schneller machen, sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen.

Im BMC haben wir bereits viele positive Erfahrungen mit Einzel- und Kombinationstherapien mit Exosomen und Liposomen gemacht und sind begeistert über die Wirkungen. Wollen Sie von unseren Erfahrungen profitieren? Rufen sie und an und vereinbaren Sie einen Termin!